Kundenzufriedenheit im Laden messen

Fünf Methoden im Vergleich, dazu Tipps für gute Fragen, den richtigen Ort und den Umgang mit Kritik. Für Einzelhandel, Gastronomie, Praxen und alle, die ihre Kundschaft vor Ort treffen.

Vom emojirate-Team,

Warum vor Ort fragen?

Direkt nach dem Besuch ist die Erinnerung frisch: Die Wartezeit an der Kasse, die freundliche Beratung, das kalte Essen. Wer erst Tage später fragt, bekommt ungenauere Antworten, und viele zufriedene Kundinnen und Kunden melden sich von selbst überhaupt nicht.

Öffentliche Bewertungsportale zeigen deshalb oft vor allem die Ausreißer. Wer wissen will, wie der normale Alltag ankommt, fragt am besten dort, wo er passiert: an der Kasse, am Tisch, am Ausgang.

Fünf Methoden im Vergleich

MethodeAufwand für die KundschaftErfahren Sie den Grund?Öffentlich?Eigenes Gerät nötig?
PapierfragebogenHoch: Stift, mehrere FragenJa, wenn ausgefülltNeinNein, aber Auswertung von Hand
Smiley-Terminal mit TastenSehr gering: ein TastendruckMeist neinNeinJa, ein Terminal pro Standort
QR-Umfrage mit Formular-ToolMittel bis hoch: mehrere SeitenJaNeinNein
Google- und PortalbewertungenMittel: Konto und TextTeilweiseJaNein
Kurzbewertung aufs Handy, z. B. emojirateGering: ein Tipp, Rückfragen freiwilligJa, über kurze RückfragenNeinNein, NFC-Aufsteller oder QR-Code genügen

Papierfragebögen liefern ausführliche Antworten, aber nur von wenigen und mit viel Aufwand bei der Auswertung. Smiley-Terminals sind sehr schnell, sagen aber selten, warum jemand unzufrieden war. Lange QR-Umfragen werden oft abgebrochen. Öffentliche Bewertungen sind wichtig für neue Kundschaft, eignen sich aber schlecht, um intern etwas zu verbessern.

Eine Kurzbewertung aufs Handy verbindet das Tempo eines Smiley-Terminals mit der Möglichkeit, nach dem Grund zu fragen, ohne dass Sie ein Gerät aufstellen müssen.

So stellen Sie gute Fragen

Wo der Aufsteller hingehört

Geben Sie jedem Ort einen eigenen Link. Dann sehen Sie später, welcher Aufsteller genutzt wird und ob an der Kasse anders bewertet wird als am Tisch.

Kennzahlen, die weiterhelfen

Auf Kritik reagieren

  1. Schnell erfahren: Ein Dashboard, das unzufriedene Bewertungen sofort oben zeigt, oder eine Mail pro Bewertung sorgt dafür, dass Kritik nicht erst in der Monatsauswertung auffällt.
  2. Mit dem Team teilen: Wiederkehrende Gründe gehören in die nächste Teambesprechung, Lob ebenso.
  3. Antworten, wo es möglich ist: Wenn jemand freiwillig eine E-Mail-Adresse für Rückfragen hinterlassen hat, melden Sie sich kurz.
  4. Wirkung prüfen: Nach einer Änderung zeigen die nächsten Wochen, ob die Bewertungen besser werden.

Fazit

Am meisten erfahren Sie mit einer Frage, die in einer Sekunde beantwortet ist, und ein bis zwei passenden Rückfragen, direkt vor Ort gestellt. Ob mit emojirate oder einer anderen Lösung: Wichtig ist, dass die Rückmeldung schnell bei denen ankommt, die etwas ändern können.

Passend für Ihre Branche: Gastronomie, Einzelhandel, Bäckerei, Friseur und Kosmetik, Apotheke und Praxis, Messen und Events.